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7. Juni 2010

xoxo Mahatma

gandhi_wallpaper

Man ist sich ja einiges gewöhnt hinsichtlich Übernahme von ethischen Werten, grossen Themen und historischen Persönlichkeiten in die marktwirtschaftliche Ästhetik, vor allem in die Werbung. Schon vor einigen Jahren hätte man denken können, der Gipfel sei erreicht, als orange Hilfsprojekte in Indien ins Zentrum ihrer Werbung stellte, weil die Hautfarbe der Inder (gemäss deren Kultur) dem Corporate Design von orange entspricht. Letztes Jahr kamen sie uns dann mit existentialistischer Philosophie für Otto Normalverbraucher (ich bin auch meine Prostituierte). Doch hinsichtlich des Gipfels weit gefehlt! swisscom zeigt, wer immer noch der Chef ist und lässt Mahatma Gandhi das neue Blackberry bewerben. Die Agentur Jung von Matt zeichnet für diese originelle Idee verantwortlich. Chapeau! Der Zynismus durchdringt alles, man muss sich für gar nichts mehr schämen. Vielleicht bewirbt ja nächstes Jahr Jesus einen Hamburger (würde auch passen: Jesus = gut / Hamburger = gut – et voilà).

Abgelegt unter: Gott und die Welt — Simon @ 08:32